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Corona „nutzen“?!

Krisen sind schwere Zeiten – für alle. Oft auch für die von Schließung betroffene Schulen.

Wie sich die Krise für den Einzelnen auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Rolle in der Schule (Leitung, Schüler*in, Lehrer*in, Eltern, …)
  • familiäre Situation
  • berufliche Situation
  • schulische Situation

Egal in welcher Rolle Sie Unterstützung benötigen, melden Sie sich gerne bei mir. Ich unterstütze Sie nach meinen Möglichkeiten bei den aktuellen Herausforderungen: +49 177 6423 642

Einen großen Überblick zum aktuellen Stand der zeitgemäßen Bildung erhalten Sie auf meiner ständig aktualisierte Mindmap, dich ich kostenlos freigegeben habe:
https://www.mindmeister.com/1221884559?t=H1SXcdcSTZ

Es ist eine riesige kuratierte Sammlung an Links und Kontakten zu Institutionen. Für Rückfragen und Ergänzungswünsche stehe ich gerne zur Verfügung.

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Impulse die wirken und Schulen verändern

Eine Investition zur nachhaltigen und gelingenden Umsetzung des Digitalpaktes.

Der DigitalPakt wurde von der Bundesregierung beschlossen und wird nun gemeinsam mit den Bundesländern umgesetzt.
Schulen melden ihren Bedarf beim Schulträger an und der beantragt dann die Mittel in einem oder mehreren Förderanträgen beim jeweiligen Bundesland.
So stehen in Baden-Württemberg (BW) insgesamt ca. 585.000.000 € zur Verfügung. Das Kultusministerium hat eine Aufstellung veröffentlicht, welcher Schulträger wie viel Geld beantragen kann. Grundlage sind in der Regel Medienentwicklungspläne (MEP), die Schulen sich mit Unterstützung der Medienzentren erarbeiten sollten.

„Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen.“,

„Wissenswertes zum DigitalPakt Schule“, Bundesministerium für Bildung und Forschung, 15.3.19

Schulen werden sich verändern. Sie sollen „moderner“ und „digitaler“ werden. Aber was genau ist das Ziel dieses Prozesses?

„Digitale Kompetenz ist deshalb von entscheidender Bedeutung: für jeden Einzelnen und jede Einzelne, um digitale Medien selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können und um gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben; und für die Gesellschaft, um Demokratie und Wohlstand im 21. Jahrhundert zu erhalten.“

„Wissenswertes zum DigitalPakt Schule“, Bundesministerium für Bildung und Forschung, 15.3.19

Schulen sollen also Digitale Kompetenz bei Schülerinnen und Schülern vermitteln oder erzeugen. Dazu benötigen die Schulen das entsprechende Werkzeug.

„Schulen müssen deshalb überall auf schnelles Internet zurückgreifen können und sollten über entsprechende Anzeigegeräte wie interaktive Whiteboards verfügen. Lehrerinnen und Lehrer müssen gut qualifiziert sein, um digitale Medien nutzen und digitale Kompetenzen vermitteln zu können. Mit dem DigitalPakt Schule bringen Bund und Länder beides entscheidend voran“

„Wissenswertes zum DigitalPakt Schule“, Bundesministerium für Bildung und Forschung, 15.3.19

Wenn Demokratie und Wohlstand im 21. Jahrhundert erhalten werden sollen, brauchen wir also gut qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer sowie schnelles Internet und Anzeigegeräte?

Ich meine, wir brauchen auch interessierte und begeisterte Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen Eltern und Betriebe die dieses Entwicklung tragen und Unterstützen. Kurz gesagt: wir benötigen (lokale) Diskurse, die ein Bewusstsein über die Brisanz des Themas schaffen und zu einer gemeinsamen Arbeitsbasis führen.

Der Bildungsforscher Dirk Zorn schreibt in einem lesenswerten Artikel über das „3-B-Prinzip“ (Beteiligung, Begegnung, Bedeutsamkeit):

Auf Freiwilligkeit beruhende Maßnahmen bewirken eher eine Verhaltensänderung als erzwungene.

Dirk Zorn, „Wie Lehrkräfte für Veränderungen gewonnen werden“, 8.1.19

Freiwilligkeit erreicht man durch möglichst frühzeitige Beteiligung. Alle am Schulleben mitwirkenden sollten eingeladen sein „teilzugeben“ und gemeinsam zu lernen.

Moment mal … „alle am Schulleben mitwirkenden“?
Ja, das sind zunächst Schüler, Lehrer, Schulleitung, Schulsozialarbeit und Hausmeister. Auf jeden Fall auch die Eltern und der Schulträger. Die örtliche Wirtschaft und die Nachbarn der Schule natürlich auch.

Ja, das wäre schön, doch wie soll das praktisch funktionieren? Ganz einfach indem wir uns gemeinsam Zeit für diesen Prozess nehmen.

Bequemer wäre es sicher, den Kreis der Protagonisten klein zu halten. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Doch einen nachhaltigen Erfolg des DigitalPaktes kann es nur geben, wenn möglichst viele aktiv das Projekt angehen und möglichst wenige aktiv dagegen kämpfen.
Dazu sollte jeder die Möglichkeit haben seine Bedenken zu äußern. Genau wie die Chancen und Lösungen, die man sieht.

Wie kommen Nicht-Lehrer auf die Idee sich selbst hier einbringen zu wollen? Wer interessiert sich überhaupt für Bildung, Digitalisierung und Schule? Jetzt höre ich fast schon einen Eltern-Chor rufen:

Was habe ich davon, wenn ich mitmache? Haben wir nicht alle sowieso schon genug Stress im Alltag? Ich zahle doch Steuern – die Schulen sollen meinen Kindern etwas beibringen!

Zitat aus einer Elternpflegschaft

Sollten die Erarbeitung der Grundlagen der Veränderungsprozesse also nur den Schulträgern und Schulleitungen überlassen werden? Diese finanzieren, steuern, leiten und führen die Schule. Die sollten deshalb am besten auch bestimmen was passiert.

Nein, nur alle gemeinsam können ein Projekt dieser Größenordnung tragfähig umsetzen.

„Wer da ist, ist der Richtige“

Nun wissen wir, wer beim Digitalisierungsprozess mitmachen sollte, aber noch nicht wer mitmachen will?

Daher nun mein praktischer Vorschlag:

  1. Ich gestalte einen (ganzen) gemeinsamen Tag mit Schulträger und deren Schulleitungen. Dort erarbeiten wir im ersten Teil eine (oder mehrere) gemeinsame Vorstellung(en) der Beteiligten von der Zukunft.
    Im zweiten Teil sammeln wir, welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schüler aus unserer Sicht benötigen um in dieser Zukunft leben und teilhaben zu können.
    Im dritten Teil untersuchen wir, wie Informationstechnik uns auf diesem Weg unterstützen kann und verschriftlichen / verbildlichen unsere Ergebnisse.
  2. Wir gestalten einen ganzen Tag mit allen Lehrerinnen und Lehrern (pädagogischer Tag) einer Schule. Dort stellen wir uns den gleichen Fragen, erarbeiten in Gruppen Ergebnisse und erstellen eine Dokumentation.
  3. Ich organisiere und bewerbe einen Elterntag in der Schule. An einem Samstag haben Eltern die Gelegenheit ebenfalls über ihre Zukunftsvorstellungen zu reden. Es geht insbesondere darum, dafür zu sensibilisieren, dass man mit Vorstellungen der eigenen Schulvergangenheit in der sich abzeichnenden Zukunft zumindest vorsichtig umgehen sollte.
    Impulse aus der Zukunftsforschung und konkrete Beispiele (z.B. von Schulen, die den deutschen Schulpreis gewonnen haben) können als Diskussionsgrundlage hilfreich sein.
    Auch hierüber gibt es eine Dokumentation.
  4. Einen oder mehrere Tage lang beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit den Fragestellungen rund um Zukunft. Wünschenswert wäre pro Klassenstufe einen Tag.
    Was stelle ich mir vor? Wie erlebe ich Veränderung? Wie kann ich Veränderungen aktiv beeinflussen und gestalten.
    Die Ergebnisse werden ebenfalls dokumentiert.
  5. An einem Wochenende (Samstag und Sonntag) sind alle (wirklich alle!) eingeladen sich gemeinsam über die Ergebnisse der Workshops auszutauschen. Das Zukunfts-Digitalisierungs-Camp im Barcamp-Format bietet jedem an der Schule die Möglichkeit sich vielfältig weiterzubilden und voneinander zu lernen.

Das Veranstaltungspaket deckt gleich mehrere Punkte der in BW vorgeschlagenen Phasen zur Erstellung eines Medienentwicklungsplans (MEP) ab.

Bevor Sie mit dem MEP beginnen, ist es sinnvoll, dass die Schule sich im Vorfeld einen Überblick über eine mögliche Zielvision verschafft.

Phase 1 (Vorklärung) – Schritt 1: Informationen einholen

In einer Umfeldanalyse im Bereich der Schule können die Erwartungen und Anforderungen der Schülerinnen und Schüler, der Elternschaft sowie ggf. der Anschlusseinrichtungen aufgenommen werden (z. B. weiterführende Schulen, Ausbildungsbetriebe etc.).

Phase 2 (IST-Stand Analyse) – Schritt 3

Angesichts der enormen Veränderungen, denen alle am Schulleben beteiligten gegenüberstehen, ist aus meiner Sicht eine viel stärkere Beteiligung aller Protagonisten notwendig.
Die im MEP Prozess vorgesehenen Handelnden (Schulträger, Schulleitung, MEP-Koordinationsgruppe, relevante Gruppierungen des Kollegiums – z. B. Fachschaften, verschiedene Arbeits- und Projektgruppen an der Schule) benötigen eine umfassende „demokratische Legitimation“ für ihren Handlungsauftrag und sollten zumindest wissen, welche Vorstellungen und Erwartungen Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Wirtschaft haben.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass tolle Geräte für sinnvolle Angebote angeschafft werden, deren Nutzen aber nicht erkannt oder verkannt wird.

Lassen Sie uns den DigitalPakt gemeinsam angehen. Vereinbaren Sie mit mir einen unverbindlichen Gesprächstermin unter https://flexilist.youcanbook.me
oder rufen Sie mich einfach an: +49 177 6423 642

Herzlichst
Gunnar Thörmer

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Zu wenige Geräte in der Schule?

Das ist sicher nicht das Problem. Die Probleme fangen viel früher an. Nämlich mit der Frage nach dem Problem. Was sind die Probleme und wo sollen die Lösungen hinführen?

Also doch: Problem … Problem … Problem … = … alles ist schlecht?
Mitnichten!

Es ist einiges in Bewegung. Unter dem Hashtag #Twitterlehrerzimmer zum Beispiel, sammeln Menschen Wissen und Erfahrung und tauschen sich darüber aus:


Wibke Tiedmann‏ @TiedmannConsult
Danke für die Erkundungstour durch das Neuland! Danke ⁦⁦@profski_k⁩! #molol19 #twitterlehrerzimmer

Wie eine Schule „modernisiert“, „umgebaut“ oder sogar „digitalisiert“ werden kann, sollten die Betroffenen selbst entwickeln. Die setzen es schließlich auch um … oder auch nicht, wenn sie eine Lösung „nur vorgesetzt“ bekommen.

Ich berate Sie gerne bei der Planung Ihres Vorhabens und moderiere Ihren Wandel.

Gunnar Thörmer
E-Mail: info@schuldigitalisierer.de | mobil +49 177 6423 642