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Impulse die wirken und Schulen verändern (für alle verbessern)

Wie geht’s los?

Meine Erfahrung: Immer anders. Kommt drauf an. Auf die beteiligten Menschen.

Jedoch immer möglichst

  • gemeinsam
  • mit vielen Menschen
  • offen und transparent
  • und gut gelaunt

Die (zusätzliche) Investition des Schulträgers zur gelingenden Umsetzung des Digitalpaktes:

„Was nix koscht, isch nix.“
Also geht es immer um Geld. Aber nicht in der Hauptsache. Wichtiger ist abzuschätzen, wer den Prozess der Schulveränderung / Schulentwicklung / Schulerneuerung mit welchen Ressourcen begleiten möchte.

Alle am Schulleben beteiligten sind eingeladen „teilzugeben“ und gemeinsam zu lernen. Das kostet viel Zeit. Aber Zeit ist bekanntlich knapp.

Moment mal … alle (?) am Schulleben beteiligten?
Ja, das sind zunächst Schüler, Lehrer, Schulleitung, Schulsozialarbeit und Hausmeister. Auf jeden Fall auch die Eltern und der Schulträger. Die örtliche Wirtschaft und die Nachbarn der Schule natürlich auch.

Der Prozess kann mit einer Kickoff-Veranstaltung beginnen oder ein bereits laufender Entwicklungsprozess kann damit verstärkt werden. Die Einladung erfolgt an alle. Jeder darf kommen.

Hier gilt es besonders sorgsam vorzugehen um möglichst viele Menschen zu erreichen. Bequemer wäre es, den Kreis der Protagonisten klein zu halten. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Wir kochen aber besser keinen (Einheits-Zukunfts-)Brei. Im Gegenteil. Je größer die Vielfalt, desto größer die Auswahl. Desto eher ist für jeden etwas dabei. Im Idealfall ist für jeden genau „seins“ dabei.

Aber wie kommen die Menschen auf die Idee dahin zu kommen? Wer interessiert sich überhaupt für Bildung, Digitalisierung und Schule? Jetzt höre ich fast schon einen Eltern-Chor:

Was habe ich davon, wenn ich mitmache? Haben wir nicht alle sowieso schon genug Stress im Alltag? Ich zahle doch Steuern – die sollen meinen Kindern etwas beibringen!

Zitat aus einer Elternpflegschaft

Bei Schulträgern, Schulleitung und Lehrern sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Erstere finanzieren, steuern, leiten und führen die Schule. Die sollten bestimmen und was passiert.
Und die Lehrer bringen den Kindern schließlich dieses „Digital“ bei. Die sollten das auch vorher lernen.

Und was, wenn ein Kollege oder eine Kollegin sich noch sträubt?
Dann sträubt sie oder er sich. Und wir können es kaum ändern.

Profitipp: Versuche niemals andere zu verändern.

Wer da ist, ist der Richtige

Nun wissen wir, wer beim Digitalisierungsprozess mitmachen sollte, aber noch nicht wer mitmachen will?

Daher nun mein praktischer Vorschlag:

  1. Es gibt einen (ganzen) gemeinsamen Tag mit Schulträger und deren Schulleitungen. Dort erarbeiten wir im ersten Teil eine (oder mehrere) gemeinsame Vorstellung(en) der Beteiligten von der Zukunft.
    Im zweiten Teil sammeln wir, welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schüler aus unserer Sicht benötigen um in dieser Zukunft leben und teilhaben zu können.
    Im dritten Teil untersuchen wir, wie Informationstechnik uns auf diesem Weg unterstützen kann und verschriftlichen/verbildlichen unsere Ergebnisse
  2. Es gibt einen ganzen Tag mit allen Lehrerinnen und Lehrern (pädagogischer Tag). Dort stellen wir uns den gleichen Fragen, erarbeiten in Gruppen Ergebnisse und erstellen eine Dokumentation.
  3. Es gibt einen Elterntag in der Schule. An einem Samstag haben Eltern die Gelegenheit ebenfalls über ihre Zukunftsvorstellungen zu reden. Es geht auch darum zu sensibilisieren, dass man Vergangenheits-Vorstellungen in der sich abzeichnenden Zukunft zumindest relativieren kann.
    Auch hierüber gibt es eine Dokumentation.
  4. Einen oder mehrere Tage lang beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit den Fragestellungen rund um Zukunft. Was stelle ich mir vor? Wie geht Veränderung?
    Die Ergebnisse werden ebenfalls dokumentiert.
  5. An einem Wochenende (Samstag und Sonntag) sind alle (wirklich alle!) eingeladen sich gemeinsam über die Ergebnisse auszutauschen. Das Zukunfts-Digitalisierungs-Camp im Barcamp-Format bietet allen Beteiligten die Möglichkeit sich vielfältig weiterzubilden und voneinander zu lernen.

Das Veranstaltungspaket deckt gleich mehrere Punkte der in BW vorgeschlagenen Phasen zur Erstellung eines Medienentwicklungsplans (MEP) ab.

Bevor Sie mit dem MEP beginnen, ist es sinnvoll, dass die Schule sich im Vorfeld einen Überblick über eine mögliche Zielvision verschafft.

Phase 1 (Vorklärung) – Schritt 1: Informationen einholen

In einer Umfeldanalyse im Bereich der Schule können die Erwartungen und Anforderungen der Schülerinnen und Schüler, der Elternschaft sowie ggf. der Anschlusseinrichtungen aufgenommen werden (z. B. weiterführende Schulen, Ausbildungsbetriebe etc.).

Phase 2 (IST-Stand Analyse) – Schritt 3

Das von mir vorgeschlagene Paket mag manchem übertrieben vorkommen. Doch angesichts der enormen Veränderungen denen alle am Schulleben beteiligten gegenüberstehen, ist aus meiner Sicht eine viel stärkere Beteiligung aller Protagonisten notwendig. Die vom Landesmedienzentrum (LMZ) vorgesehenen Phasen schließen viele Beteiligten aus. Es ist eher ein typisches Top-Down-Projekt der alten Schule. Moderne, agile (und demokratische) Projektentwicklung sieht anders aus.
Die dort vorgesehenen Handelnden (Schulträger, Schulleitung, MEP-Koordinationsgruppe, relevante Gruppierungen des Kollegiums – z. B. Fachschaften, verschiedene Arbeits- und Projektgruppen an der Schule) benötigen eine umfassende „demokratische Legitimation“ für ihren Handlungsauftrag und sollten zumindest wissen, welche Vorstellungen und Erwartungen Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Wirtschaft haben.
Ansonsten ist die Gefahr groß, dass tolle Geräte für sinnvolle Angebote angeschafft werden, deren Nutzen aber nicht erkannt oder verkannt wird.

Lassen Sie uns den Digitalpakt möglichst gemeinsam angehen.
Unter http://anschreiben.schuldigitalisierer.de finden Sie meine Anschreiben an alle Schulträger in Baden-Württemberg.

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Zu wenige Geräte in der Schule?

Das ist sicher nicht das Problem. Die Probleme fangen viel früher an. Nämlich mit der Frage nach dem Problem. Was sind die Probleme und wo sollen die Lösungen hinführen?

Also doch: Problem … Problem … Problem … = … alles ist schlecht?
Mitnichten!

Es ist einiges in Bewegung. Unter dem Hashtag #Twitterlehrerzimmer zum Beispiel, sammeln Menschen Wissen und Erfahrung und tauschen sich darüber aus:


Wibke Tiedmann‏ @TiedmannConsult
Danke für die Erkundungstour durch das Neuland! Danke ⁦⁦@profski_k⁩! #molol19 #twitterlehrerzimmer

Wie eine Schule „modernisiert“, „umgebaut“ oder sogar „digitalisiert“ werden kann, sollten die Betroffenen selbst entwickeln. Die setzen es schließlich auch um … oder auch nicht, wenn sie eine Lösung „nur vorgesetzt“ bekommen.

Ich berate Sie gerne bei der Planung Ihres Vorhabens und moderiere Ihren Wandel.

Gunnar Thörmer
E-Mail: info@schuldigitalisierer.de | mobil +49 177 6423 642